
Wie entsteht unser Roséwein ?
In der Welt der Feinschmecker steht der Rosé für die Provence. Und Rosé steht seit einigen Jahren für einen triumphalen Siegeszug in einem weltweit stagnierenden Weinmarkt. In Frankreich sind bereits 4 von 10 getrunkenen Flaschen Rosé.
Mehrere Faktoren erklären dieses Phänomen. Rosés gelten zunehmend als leichte Alternative zum klassischen Aperitif und als perfekte Begleitung zu einer gesunden, leichten, sommerlichen oder vegetarischen Küche. Ohne "bittere" Tannine passen die Roséweine wunderbar zu den ausdrucksstarken Charakteren des Sommers: Tomaten, Zucchini, Oliven, Knoblauch, würzige rohe Zwiebeln, Ziegen- und Schafskäse, frische Minze und rote Paprika. Was könnte köstlicher sein, als ein guter Rosé mit knackigem Salat und/oder Gemüse zu gegrilltem Fleisch und Fisch...
Die verwendeten Rebsorten sind grundsätzlich die gleichen wie bei Rotweinen, es ist der Prozess der Weinherstellung, der den großen Unterschied ausmacht. Es gibt drei unterschiedliche Arten Rosé-Wein zu produzieren, wir arbeiten nach den ersten beiden:
Le Rosé de pressurage:
Bei dem "Press-Verfahren" werden die ganzen oder entrappten Trauben unmittelbar nach der Ernte direkt - idealerweise sehr langsam und vor der Oxydation geschützt- gepreßt. Danach kommt der Wein zum Vergären sofort in die Fässer (in der Regel Stahltanks) um bei niedrigen Temperaturen (max. 18 bis 20°C) zu fermentieren und dabei die Aromen so weit wie möglich zu erhalten.
Dank dieser sehr schonenden Methode der Roséweinherstellung, bei der die taninhaltigen Traubenschalen und -kerne nur minimal mit dem Traubenmost in Kontakt kommen, haben Rosés aus der Provence hellere, elegant blässliche Farbtöne.
Le Rosé de macération :
Bei diesem Verfahren werden die frisch geernteten Trauben vor der Pressung (und auch der Gärung) einige Stunden lang in einen Tank gelegt. Während dieser kurzen Maische-Standzeit prägen die in der Schale der Trauben enthaltenen Pigmente und die Aromen des Fruchtfleisches und der Kerne den Geschmack und die Farbe des Mosts. Danach wird der Most wie beim Press-Verfahren gepresst, um die festen Teile (Schale, Kerne) vollständig vom Saft zu trennen und anschließend bei niedriger Temperatur fermentiert.
Le Rosé de saignée :
Bei dem Saignée-Verfahren wird der Rosé aus Fässern gewonnen, die zur Herstellung von Rotwein bestimmt sind. Nach einigen Stunden Mazeration wird ein Teil des Saftes, der bereits eine Rosé-Tönung angenommen hat, abgelassen und separat zu Rosé vinifiziert. Der Rest des Fasses wird Rotwein.
Unser "Schaumwein" und die « Méthode Provençale »
Unser Schaumwein "Annrosé" wird - wie in der Champagne - nach der "traditionellen Methode", der Flaschengärung, hergestellt.
Zwei Besonderheiten machen unseren "Annrosé" zu einem besonderen leichten, natürlichen und bekömmlichen Genuss:
Wir arbeiten nach der "Méthode Provençale". Im Gegensatz zur traditionellen Methode verwenden wir für die zweite Gärung in der Flasche keinen Rohrzucker oder "Liqueur de tirage", sondern den Most des Grundweins, der vor der Abfüllung für einige Monate tiefgefroren aufbewahrt wird. Und "Annrosé" ist ein Brut Nature, da wir nach dem "dégorgement" keinerlei Zucker hinzufügen. Ein anderer Begriff für Brut Nature ist "Zero Dosage".