Schon mal etwas von der
Alles über unseren Schaümer
Unser Sparkler heißt Annrosé, frei nach Annerose, der ”Dame des Hauses". Ihr Perlwein entsteht auf der Basis unserer besten Rosé-Weine und - wie in der Champagne - nach der "Méthode traditionnelle" oder Flaschengärung.
Zwei Dinge machen unseren Annrosé besonders: Die Méthode Provençale und die “zero dosage”.
Im 17. Jahrhundert wurde die Flaschengärung in Frankreich entwickelt. Im Kern geht es dabei um eine zweite Gärung zur Gewinnung der Kohlensäure. Ursprünglich war dieses Verfahren als “Méthode Champenoise” bekannt. Seit 1994 ist diese Bezeichnung markenrechtlich für Schaumweine aus der Champagne geschützt.
Voilà die fünf Schritte der Flaschengärung, die für unseren Annrosé insgesamt 18 Monate dauert:
1. Cuvée
Nach der ersten Vergärung wird aus unterschiedlichen Trauben ein Cuvée "assembliert". Annrosé ist ein Cuvée aus Cinsault, Cabernet Franc und Rolle, wobei alle Trauben aus nur einem Jahrgang kommen. Anders als bei der klassischen Flaschengärung entnehmen wir bei der “Méthode Provençale” zu diesem Zeitpunkt dem Cuvée einen Teil des Mosts und lagern diesen tiefgekühlt ein.
2. Tirage
Nachdem das Cuvée einige Wochen zur Klärung kalt gelagert wird erfolgt die Abfüllung in die endgültige “Champaner-Flasche” (tirage). Um die zweite Gärung zu ermöglichen, wird dem Wein dabei ein "liqueur de tirage" aus Rohrzucker und Hefe zugesetzt, bevor die endgültige Flasche mit einem Kronkorken verschlossen wird. Aufgrund des hinzugefügten Zuckers haben Schaumweine in der Regel einen höheren Alkoholgehalt als der jeweilige Stillwein. Bei der “Méthode Provençale” wird für die zweite Gärung in der Flasche kein Zucker verwendet, sondern nur der bis zur tirage tiefgekühlte Most des Grundweins. Unser Annrosé behält dadurch den "normalen" Alkoholgehalt des stillen Weins, gleichzeitig vermeiden wir potentielle Kopfschmerzen durch die Zugabe eines "liqueurs".
3. Reifung
Die Lagerung erfolgt liegend auf Lattenrosten oder in Gitterboxen. Durch die zweite Gärung und die Bildung der Kohlensäure wird der Wein trüb und bildet einen Bodensatz aus abgestorbener Hefe. Der Druck im Innern der Flasche steigt dabei auf 5 bis 6 bar. Die Mindestanforderung an die Dauer des Hefelagers beträgt für die Flaschengärung in Frankreich 9 Monate.
4. Rütteln
Traditionell wurden die Flaschen mit dem Hals schräg nach unten in Rüttelpulte gesteckt und von "rémueurs" regelmäßig unter zunehmendem Aufrichten gedreht und gerüttelt, so daß sich die Hefeablagerungen hinter dem Verschluss sammeln. Die Arbeit der rémueurs wird heute weitgehend von Rüttel-Automaten, die ganze Gitterboxen bewegen, erledigt.
5. Dosage
Am Ende des Prozesses, beim "dégorgement", wird der Flaschenhals vereist und geöffnet. Durch den Druck in der Flasche wird der vereiste Hefepropf herausgeschleudert. Dabei geht eine gewisse Menge Wein verloren. Bevor der Champagner-Korken auf die Flasche kommt wird die Flasche durch eine Mischung aus Rohrzucker und Wein aufgefüllt. Erst dieser "liqueur de dosage oder d'expédition" bestimmt den Süßegrad (die "dosage") und den Charakter des Schaumweins. Die Bezeichnungen Demi-Sec/Halbtrocken entspricht einem Restzucker nach Dosage von 32-50g/l, Dry/Trocken von 17-32g/l, Brut von bis zu 12g/l, Extra Brut von bis zu 6g/l.
Annrosé ist ein Brut Nature mit einem Restzucker von weniger als 1g/l. Wie bei der "tirage" geben wir auch nach dem "dégorgement" keinerlei Zucker dazu (Zero dosage), nur einen Schluck Blanc de Rolle. So bleibt Annrosé natürlich und bekömmlich.