Die Farben der Rosés

Melone, Litschi oder Pfirsich?


Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, warum Roséweine so unterschiedliche Farben haben? Zehn Minuten von uns entfernt befindet sich der Sitz des „Centre de Recherche et d’Expérimentation sur le Vin Rosé“, ein weltweit einzigartiges Institut. Für die Verkostung von Roséweinen hat das Centre du Rosé einen Farbspiegel mit insgesamt 13 Farben entwickelt und mit Namen versehen: Sand, Melone, Litschi, Pomelo, Himbeere, Pfirsich, Lachs, Aprikose, Mango, Koralle, Johannisbeere, Kirsche, Granat.

Die Forschung kommt bezüglich des Zusammenhangs von Farben und Winzerhandwerk zu folgenden Ergebnissen:

  • Ein Teil der Farbvielfalt erklärt sich durch die Rebsorten und das Terroir. Beides sind Faktoren, auf die der Winzer nur begrenzt Einfluss hat.
  • Der Schlüssel zur (handwerklichen) Beeinflussung der Farbe liegt in der Steuerung des Kontakts der Traubenschalen mit dem Saft. Wesentlich sind dabei die Dauer, die Temperaturkontrolle und die mechanische Einwirkung.
  • „Klassisch“ kann die Farbe auch durch die Wahl des Reinzuchthefestamms, die Schwefelung und die klassische Schönung im Keller beeinflusst werden. Bio-Winzer und Freunde des Handwerks versuchen jedoch, auf diese Alternativen so weit wie möglich zu verzichten.